Fohlenschule >> Sinn und Zweck


Die Fohlenschule bei EQUUS CABALLUS®

Der Sinn unserer Fohlenschule

Damit die jungen Fohlen all ihre von der Natur angelegten, noch nicht ausgeprägten Fähigkeiten entdecken und entwickeln, benötigen sie als Fohlen artgerecht gestaltete Grundbedingungen. Dazu zählt eine feste Herde, in der sie frei agieren können, gleichaltrige Artgenossen, mit denen sie bedeutsame Erfahrungen sammeln und wichtige Interaktionen üben und verinnerlichen können, abwechslungsreiches Gelände und einhergehend altersentsprechende Erziehung, Förderung
und Herausforderung.
D
ie Basis für die erfolgreiche Sozialisierung, Erziehung und weitere Ausbildung eines Pferdes, demzufolge auch die Basis für einen positiven und gesund verlaufenden Lebensweg als Partner des Menschen, ist in dieser Lebensphase bestimmt durch die natürliche Neugier und den Spieltrieb des Jungtieres. Im Herdenkontakt lernt und erprobt das junge Pferd die Regeln für das Zusammenleben und die Sozialstruktur der Pferde. Zudem werden durch das Fohlenspiel und das Leben in einer gut geprägten und sozialisierten Herde folgende Aspekte angebahnt und gefördert:

  • Schulung der Bewegungskoordination
  • Schulung der Konzentrationsfähigkeit
  • Entwicklung motorischer Fähigkeiten
  • Muskelaufbau
  • Förderung von Beziehungsfähigkeit
  • Erfahrung von natürlichen Grenzen und Rangordnungen
  • Lernen von Individualdistanzen
  • Förderung charakterlicher Stärken
  • Überwinden von Ängsten, uvm.

In der täglichen Arbeit legen wir den Grundstein für die Konzentrationsfähigkeit und die Lernfähigkeit des jungen Vierbeiners und fordern bzw. fördern somit seine Intelligenz und seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem Menschen. Dies geschieht in einer speziellen, schon vom Fohlen zu verstehenden natürlichen Arbeitsweise.

Fohlenschule

Erziehung und Sozialisierung für Fohlen und Jungpferde bis 2 Jahre mit Unterbringung in unserem Fohlenstall

Wir empfehlen die Unterbringung in unserem Fohlenstall für einen Zeitraum von 10 - 12 Wochen. Das Fohlen kann sich in dieser Zeit einleben, Vertrauen fassen und sich in Ruhe auf die anderen Sozialpartner einlassen. Das Absetzen von der Mutterstute findet neben der physischen Trennung auch psychisch statt, so dass der Trennungsschmerz überwunden und evtl. Traumata mit Folgen wie z.B. aneinander „Kleben“ bereits jetzt entgegengewirkt wird. Sehr junge oder unsichere Fohlen werden von der Stute einige Tage in diese neue Umgebung begleitet. Hat das Fohlen die anderen Pferde und die neue Umgebung im Schutze der Mutterstute kennen gelernt, findet erst ab diesem Moment die schonendere Trennung statt.

Die Fohlen bzw. Jungpferde leben mit Gleichaltrigen in einem geräumigen Offenstall mit befestigtem Außenpaddock und regelmäßigem Weidegang. Alle Grundbedürfnisse finden in dieser Unterbringungsart Beachtung : Futteraufnahme über lange Zeiträume, Ruhezonen, Wälz- und Spielplätze mit unterschiedlichen Untergründen, Erfahrungsmöglichkeiten mit unterschiedlichen Objekten (z.B. Tonnen, Planen etc.), zeitweilige Konfrontation mit dem Straßenverkehr, Begegnung mit unterschiedlichen, gut sozialisierten Pferden aus der Offenstallherde.

Die jungen Pferde lernen die Grundlektionen des Umgangs : Hufe geben, sich am gesamten Körper berühren und putzen lassen, angebunden sein, Halfterführigkeit, auf- und abhalftern lassen und Signalen weichen, auf den Anhänger folgen und in Ruhe stehen bleiben.

Neben der täglichen Arbeit mit dem Jungpferd in der Pferdeschule findet ein Mal wöchentlich der Fohlenkurs für Fohlen/Jungpferd und Halter statt. In 1 – 1,5 stündigen Einheiten werden praktische und theoretische Aspekte der Fohlensozialisierung und Erziehung vertieft und Lösungsmöglichkeiten rund um Schwierigkeiten in der Entwicklung oder im Umgang erarbeitet. Pferd und Halter werden schon jetzt ein Team!


Nimmt man einem jungen Pferd die Möglichkeit, diese natürlichen und altersentsprechenden Erfahrungen zu sammeln, wird das Tier bestrebt sein, seine Möglichkeiten am Menschen auszutesten.
Dies ist für den Menschen überaus gefährlich!