| Arbeitsweise >> Die Natur des Pferdes |
| Das Pferd ist von Natur aus ein Flucht- und Beutetier. |
| Flucht- und Beutetiere fassen viel weniger schnell
Vertrauen zu einem anderen Lebewesen, da sie immer Ausschau nach Gefahren
halten müssen. Ein einzelnes Beutetier verhält sich stets Fluchtbereit, ist überaus aufmerksam und kritisch seiner Umwelt gegenüber. Kleinste Veränderungen, Bewegungen oder leiseste Geräusche können das Pferd dazu veranlassen, sofort die Flucht zu ergreifen. Ein Fluchttier reagiert in Reflexen - denn langes Nachdenken könnte den Tod bedeuten! |
![]() |
| Das Pferd ist ein soziales Herdentier. |
| Damit eine Herde "funktioniert" und einzelne
Tiere die Herde nicht in Gefahr bringen, bedarf es einer strengen Ordnung
und Organisation. Jedes Tier hat seinen Platz in
der Herde und mit diesem seine Aufgabe. Die Struktur,
in der sich jedes einzelne Tier wiederfindet, gibt Orientierung, Schutz
und Sicherheit. Dies wiederum ist die Grundlage
einer sozialen Gemeinschaft. |
| Pferde suchen einen kompetenten "Alpha". |
| Um zu Sicherheit in der "Herde" zu gelangen und
sich dem Menschen wirklich anzuvertrauen, bedarf ein Pferd einer klaren
und eindeutigen Führung. Ein gutes Leittier
zeichnet sich jedoch nicht durch Brutalität und Stärke aus (der
wohl größte Irrglaube, dem der Mensch immer wieder zum Opfer
fällt), sondern durch Kompetenz. |
| Pferde lernen durch unmittelbare
Resonanz. |
| Je nach Entwicklungsstand und Alter des jeweiligen
Tieres liegt der Schwerpunkt der Lernmethodik in einem anderen Bereich.
Allen Methoden gleich, unabhängig vom Entwicklungsstand
des Tieres, ist jedoch : jedes Lebewesen benötigt zum Lernen individuelle
Reife, Zeit, eine angemessene Atmosphäre und eine Lernmotivation. Da
das Pferd im Gegensatz zu uns nicht abstrakt denken kann, ist es nötig,
ihm sofort (!) und angemessen zu vermitteln, ob etwas positiv oder negativ
war. |
| Pferde kommunizieren untereinander in einer komplexen Körpersprache. |
| Jede noch so kleine Bewegung in der Herde wird
wahrgenommen und es folgt eine sofortige Reaktion. Menschen
müssen im Umgang mit Pferden lernen, feinste Signale zu deuten und
die "pferdische" Körpersprache zu verstehen - und anzuwenden - erst
dann ist eine wertvolle beidseitige Kommunikation aufgebaut und gemeinsame
Ziele können verfolgt und erfolgreich erreicht werden. |
![]() |
| Die Erfüllung der Grundbedürfnisse des Steppen-
und Lauftieres. |
| Steppentiere haben sich in ihrer Ernährung
auf rohfaserreiche, energiearme Nahrung spezialisiert, die über stundenlanges
Umhergehen und grasen aufgenommen wird. Steppentiere
haben sich zudem großen Temperaturschwankungen angepasst. Um
den Tieren gerecht zu werden ist eine Haltungsform nötig, in der alle
genetisch angelegten arttypischen Bedürfnisse abgedeckt werden können.
Die Abdeckung der Grundbedürfnisse ist für
jedes Lebewesen von vorrangiger Bedeutung und stellt die Basis für
das Wohlbefinden und Motivation des Pferdes dar. |
| In unserer Pferdeschule finden die neusten Erkenntnisse
der Wissenschaft und Verhaltensforschung stets Berücksichtigung und
fließen in die Haltung und Erziehung der Pferde sowie in die theoretische
und praktische Ausbildung mit ein. |
| Die Mitarbeiter/innen unserer Pferdeschule bilden
sich ständig fort. |